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jgraef

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Mittwoch, 5. November 2014, 21:09

Belastbarkeit von Karabinern

Moin Moin,

Ich habe in einem anderen Forum das unten angehängte Schaubild gefunden, welches die Herabsetzung der Bruchlast von Karabinern anschaulich verdeutlicht. Das ein Karabiner quer oder offen "nicht ganz so doll" belastbar ist wie in die Hauptrichtung wissen wir ja alle, darüber welchen prozentualen Einfluss solche "Fehlbelastungen" haben macht man sich aber in der Regel keine Gedanken.

Insbesondere das Einhängen des Karabiners parallel zur Einbindeschlaufe und der doppelte Karabiner in der Bandschlinge unten am Baum sind ja weit verbreitet; wenn man sich die Querbelastungen aber einmal vor Augen führt nicht ganz ungefährlich.

Vielleicht sollten wir alle unsere lieb gewordenen Gewohnheiten einmal unter Berücksichtigung dieser Informationen überdenken. Für mich ist das ein weiterer Grund, möglichst immer mit dem Dynamikseil zu klettern, da so bereits ein Großteil der Spitzenbelastungen vom Seil absorbiert werden und das Seil möglichst ohne Karabiner direkt einzubinden.

Viele Grüße,

Jörg.
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deafdarwin

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Donnerstag, 6. November 2014, 07:15

Danke für die Info: mich überrascht besonders die Bruchlastreduzierung beim Einbinden von Gurtbändern/ Bandschlingen auf 80% deer ursprünglichen Bruchlast. :shok: Zwar ist das immer noch genug für die geforderten "Normfangstöße", aber interessant ist es doch.
Vielleicht war es bei mir nur das Gefühl, aber ich verwende am unteren Fixpunkt (Bandschlinge würgend um den Baum gelegt :bad: ;) ) einen Stahlkarabiner (50kN/13kN/20kN). Im Übrigen wäre das ein Punkt, an dem sich ein redundanter Einbau lohnen würde (also ein Karabiner "rechtsherum" und zweiter Karabiner "linksherum").
Vom generellen würgenden Einbau des Kletterseils würde ich allerdings absehen, die Beanspruchung des Seils durch Rinde kann ich noch in Kauf nehmen, aber eine evtl. Rettung Kletternden "von unten" wird deutlich schwerer werden.

Wirft natürlich die FRage auf, wie das ist, wenn Grigri, ID o.ä. Gerät am unteren Fixpunkt eingebaut sind, was halten die wohl aus..... :huh:

Zum Dynamikseil: Mindert zwar die Spitzenbelanstungen ab, die es aber durch die Auf- und Abschwingungen selbst erzeugt..... (so zumindest meine einfältige Vorstellung ;-)
Hast Du genug Mut für einen DNF?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »deafdarwin« (6. November 2014, 07:43)


jgraef

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Donnerstag, 6. November 2014, 07:55

Die "Rettung von unten" funktioniert auch nur dann, wenn man das Rettungsgerät konsequent immer mit einbaut und selbst dann muss der Verunfallte lehrbuchgemäß frei am Seil hängen, damit er abgelassen werden kann. Ich denke, dass beide Bedingungen in Summe nur selten gleichzeitig gegeben sind.

Auch mit Wügrgeschlinge kann der Verunfallte bequem abgelassen werden, wenn man die Schlinge selbst mit einer Achterschalufe und ausreichend groß (min.20cm Umfang) knotet. Dann kann man das Sicherungsgerät oder den HMS-Karabiner am freien Ende einbauen und die Schlinge einfach aufschneiden.
Danach kann ganz normal abgelassen werden.

Jörg.

deafdarwin

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Donnerstag, 6. November 2014, 14:34

Also die Rettung von unten trotz Würgeschlinge, die dann aufgeschnitten wird.... leuchet mir ein (allerdings ist dann das Seil im Nachgang eher für die kleineren Bäume geeignet. Nach der vierten "Rettung" nur noch Klettern in der Baumschule möglich ;-)
Die "Rettung von unten" funktioniert auch nur dann, wenn man das Rettungsgerät konsequent immer mit einbaut und selbst dann muss der Verunfallte lehrbuchgemäß frei am Seil hängen, damit er abgelassen werden kann. Ich denke, dass beide Bedingungen in Summe nur selten gleichzeitig gegeben sind.
Irgendwie grault es mir, ein "Rettungsgrät" (sprich: Abseilgerät) als Fixpunkt einzubauen. Ist das Rettungsgerät durch die Bandschlinge an einem Punkt fixiert, kann ich nicht den "Anstellwinkel" (also die Reibung über den Ast/ oberen Umlenkpunkt) variieren - schlimmstenfalls bleibt ein "Leichtgewicht" der zu hohen Reibung wegen hängen.

Aber auch bei der Fixierung des Seils mittels Karabiner und Bandschlinge (würgend um den Baum gelegt) ist eine Rettung von unten möglich:
Ist die Bandschlinge in Bauch-/ Brusthöhe um den Baum gelegt, kann im Notfall in das lose Ende des Seils das Abseilgerät eingebaut werden. Hängt man sich nun ins Seil, kann man den Karabiner entlasten und das Seil von der Baum-Bandschlinge lösen.
Gelingt diese Entlastung nicht, wird mit einem Messer die Bandschlinge gekappt und der hängende Cacher herabgelassen (hoffen wir, er hat schon geloggt ;-).

Sollte in diesem Szenatio statt der Bandschlinge das Seil durchtrennt werden, hat man vermutlich einen Freund weniger....
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »deafdarwin« (6. November 2014, 14:41)


Plan-Be

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Sonntag, 9. November 2014, 11:31

Hast du schon mal versucht Bandschlingen mit einem normalem Messer durchzuschneiden? Ich glaube, das funktioniert nur mit einem Rettungsmesser.
To boldly go where no muggle has gone before.

deafdarwin

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Sonntag, 9. November 2014, 13:25

Hast du schon mal versucht Bandschlingen mit einem normalem Messer durchzuschneiden? Ich glaube, das funktioniert nur mit einem Rettungsmesser.
Bandschlinge noch nicht, aber Kletterseil - es geht mit der "Eidgenössischen Taschenwerkbank" recht mühselig und auch nur wenn die Klinge richtig scharf ist (auch die Säge ist keine Alternative).
Ein sg. Rettungsmesser braucht nicht teuer zu sein, sollte mit einer Hand zu bedienen sein (möglichst noch mit Handschuh) und sich irgendwie mit einer Reepschnur am Klettergurt befestigen lassen.
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Plan-Be

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Samstag, 15. November 2014, 02:43

Du musst mir unbedingt noch mal den Bandschlingenersatz für das Ablassgerät zeigen.

Und was den "ein Freund weniger" betrifft, erinnere mich daran. dass ich auf dich drauf falle bei Gelegenheit. ;)
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deafdarwin

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Montag, 17. November 2014, 08:50

Du musst mir unbedingt noch mal den Bandschlingenersatz für das Ablassgerät zeigen.

Und was den "ein Freund weniger" betrifft, erinnere mich daran. dass ich auf dich drauf falle bei Gelegenheit. ;)
Also Bandschlingenersatz für Abseilgerät?! Vermutlich meinst Du Reepschnur (6-8mm) mit einem Prusikknoten um das Kletterseil gelegt....
..... kann ich Dir gerne zeigen.

... und zu dem Freund weniger:
Warum habe ich immer nach dem Klettern so Muskelkater in Schulter und Armen? Weil ich die ganze Zeit mit ausgebreiteten Armen unterm Baum stehe, um Dich aufzufangen. :angel:
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Montag, 17. November 2014, 13:55


... und zu dem Freund weniger:
Warum habe ich immer nach dem Klettern so Muskelkater in Schulter und Armen? Weil ich die ganze Zeit mit ausgebreiteten Armen unterm Baum stehe, um Dich aufzufangen. :angel:

:ok: :giveheart:
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